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  • Kube hält dicht, DSC bleibt cool Februar 22, 2026

    Manchmal braucht es keine perfekte Vorbereitung. Manchmal reicht ein Torwart in Bestform, eine Portion Geduld – und das Wissen, dass Spiele selten in den ersten zehn Minuten entschieden werden. So geschehen am Sonntagmorgen im heimischen Wohnzimmer des DSC Wanne-Eickel, wo sich die Schwarzgelben nach holprigem Start mit 26:23 (13:12) gegen Handball Westfalia Scherlebeck durchsetzten – und damit gleichzeitig einen wichtigen Schritt weg von den Abstiegsrängen machten.

    Die Ausgangslage war klar: Mit Scherlebeck war ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller zu Gast. Beide Mannschaften wollten Abstand nach unten schaffen, entsprechend angespannt begann die Partie. Und zunächst sah es auch so aus, als hätte der DSC noch mit den Nachwirkungen der wenigen Trainingseinheiten zu kämpfen. Der Start war unruhig, die Abläufe noch nicht ganz rund, die Abstimmung ausbaufähig.

    Doch nach etwa zehn Minuten änderte sich das Bild spürbar. Der DSC fand seinen Rhythmus, übernahm zunehmend die Kontrolle und ließ sich auch von kleineren Unsicherheiten nicht mehr aus der Ruhe bringen. Der Gegner blieb zwar dran, doch das Spiel kippte Schritt für Schritt in Richtung der Hausherren.

    Ein ganz entscheidender Faktor stand dabei zwischen den Pfosten – oder vielmehr flog er von dort aus in alle Richtungen. Stefan Kube erwischte einen dieser Tage, an denen Torhüter nicht reagieren, sondern dominieren. Würfe aus dem Rückraum, Abschlüsse vom Kreis oder freie Chancen über Außen – immer wieder war eine Hand, ein Fuß oder schlicht der richtige Instinkt im Weg. Kube „fischte“ die Bälle aus allen denkbaren Winkeln und gab seiner Mannschaft damit genau die Stabilität, die sie nach der anfänglichen Unsicherheit brauchte. Es war eine Leistung, die nicht laut war, aber enorm wertvoll.

    Mit zunehmender Spieldauer gewann der DSC auch offensiv an Klarheit. Der Ball lief besser, die Entscheidungen wurden sicherer, und bis zur Pause hatte man sich eine knappe, aber verdiente 13:12-Führung erarbeitet. Es war kein Selbstläufer, sondern das Resultat wachsender Kontrolle und mannschaftlicher Geschlossenheit.

    Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Scherlebeck zeigte, warum es trotz der Tabellensituation ein unangenehmer Gegner ist, und hielt das Spiel lange offen. Doch der DSC wirkte insgesamt stabiler. In entscheidenden Momenten war die Defensive aufmerksam – und wenn doch einmal eine Lücke entstand, war Kube zur Stelle. Im Angriff übernahm vor allem Eike Frederic Hippe Verantwortung und führte sein Team mit sieben Treffern durch die entscheidenden Phasen.

    Am Ende stand ein verdienter 26:23-Heimsieg. Kein dominanter Durchmarsch, aber ein reifer Auftritt gegen einen direkten Konkurrenten. Und vor allem ein Sieg mit Bedeutung: Der DSC verschafft sich Luft im Tabellenkeller und setzt ein wichtiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

    Es war ein Spiel, das zeigte, dass diese Mannschaft auch ohne perfekte Vorbereitung Lösungen findet – mit Ruhe, Zusammenhalt und einem Torwart, der an diesem Sonntagmorgen schlicht beschlossen hatte, dass hinter ihm nicht viel passieren würde.

    Am kommenden Sonntag wartet mit dem TuS Bommern die nächste Aufgabe – dann auswärts und zu ungewohnter Zeit am Abend. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen und der stabilen Defensive im Rücken wird der DSC auch dort versuchen, den nächsten Schritt weg von den unteren Tabellenregionen zu machen.

  • Langer Atem sichert die zwei Punkte Januar 26, 2026

    Nachdem die Handballer des DSC Wanne-Eickel zuletzt am grünen Tisch vier Punkte aus den abgesagten Partien gegen Bommern III und Bochum-Riemke zugesprochen bekommen hatten und sich am vergangenen Donnerstag mit einem 32:26-Erfolg im Nachholspiel gegen die Sieben aus Scherlebeck weiter Luft im Abstiegskampf verschaffen konnten, wartete am Samstagnachmittag die nächste richtungsweisende Aufgabe. Gastgeber Witten-Herbede rangierte mit nur einem Punkt weniger noch tiefer im Tabellenkeller, sodass die Ausgangslage bereits vor dem Anpfiff für Spannung sorgte.

    Während die Kasper-Sieben leicht angeschlagen und stark dezimiert antrat, konnte Herbede mit einem voll besetzten 16-Mann-Kader auflaufen. Beim DSC trudelten die Spieler dagegen nach und nach zur Spielvorbereitung ein, sodass Trainer Peter Kasper letztlich doch nicht alleine auf der Bank Platz nehmen musste. Mit dabei waren auch der reaktivierte Reservist Daniel Niggemann sowie der angeschlagene Pascal Röhrle, der in Herbede bestens bekannt ist. Auf ihn setzte Kasper große Hoffnungen – nicht zuletzt, da der Gastgeber sichtlich Respekt vor dem wurfgewaltigen Rückraumspieler zeigte.

    Die taktische Marschroute, das Spiel ruhig anzugehen und dem Gegner möglichst wenig Ballbesitz zu überlassen, ging zunächst voll auf. Röhrle eröffnete den Torreigen mit einem sehenswerten Linkswurf, ehe Sokolowski, Sauerhoff und Bollmann eine 4:0-Führung herauswarfen. Währenddessen scheiterten die Gastgeber mehrfach am gut aufgelegten Stefan Kube im Kasten des DSC. Doch nach gut zwölf Minuten schlichen sich bei den Wannern die ersten Ungenauigkeiten ein, die Spielidee ging etwas verloren und Herbede nutzte die Schwächephase konsequent zum 4:4-Ausgleich.

    Zeitstrafen und eine doppelte Unterzahl verhinderten in der Folge, dass sich der DSC weiter absetzen konnte. Nach einer Viertelstunde übernahm Herbede erstmals die Führung. Die Gäste liefen nun ständig einem knappen Rückstand hinterher, technische Fehler im Angriff verhinderten eine Belohnung für die insgesamt ordentliche Defensivarbeit. Trainer Kasper reagierte mit einer Auszeit und brachte Daniel Niggemann für den glücklosen Niklas Hensen. Der Wechsel sorgte für mehr Schwung in der Offensive, offenbarte jedoch Defizite im Rückzugsverhalten.

    Dennoch fand der DSC nun besser Lösungen gegen die offensive Manndeckung von Pascal Röhrle. Durch kluge Wechselbewegungen wurde die Abwehr der Gastgeber immer wieder auseinandergezogen, die entstehenden Lücken nutzten die Wanner zu einfachen Toren. So ging es mit einem knappen 12:11-Rückstand für den DSC in die Kabine.

    Nach dem Seitenwechsel setzte sich das ausgeglichene Spiel zunächst fort. Die offensive Deckung der Gastgeber bot weiterhin Räume, die der DSC zu nutzen wusste, während Herbede mit eigenen gelungenen Angriffsaktionen dagegenhielt. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff packte die Abwehr der Mondstädter endlich entschlossener zu. Die sich bietenden Gegenstoßchancen verwerteten Eike Hippe und Pascal Röhrle konsequent, ein weiterer Tempogegenstoß konnte von Herbede nur durch eine Disqualifikation gestoppt werden.

    Dennoch dauerte es bis zur 51. Minute, ehe sich der DSC die Führung endgültig zurückeroberte. Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl schien das Momentum nun klar auf Seiten der Gäste zu liegen. Gute Sperren der Kreisläufer Dennis Gawlick und Michael Sauerhoff sowie viel Bewegung im Rückraum und über den einlaufenden Rechtsaußen brachten immer wieder Lücken in die Abwehr der Gastgeber. Diese nutzte vor allem Rückraumshooter Stefan Sokolowski, der am Ende auf sieben Treffer kam.

    Mit großem Kampfgeist und langem Atem brachte der DSC den knappen Vorsprung ins Ziel und sicherte sich zwei enorm wichtige Punkte. Damit vergrößerten die Mondstädter den Abstand zu den Verfolgern auf drei Zähler. Bereits am kommenden Sonntag bietet sich im Rückspiel gegen Riemke die nächste Gelegenheit, die Position im Tabellenmittelfeld weiter zu festigen. Anwurf ist wie gewohnt um 11:15 Uhr im Sportpark.

  • Ein kalter Abend in Haltern: DSC unterliegt 27:20 Dezember 4, 2025

    Für die Mondstädter ging es am späten Sonntagnachmittag zum siebten Saisonspiel gegen die Drittvertretung aus Haltern-Sythen – und für Trainer Peter Kasper war es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Doch wirklich herzlich war das Wiedersehen nicht. Passend zum trüben Novemberwetter war auch der Auftritt des DSC über weite Strecken eher unterkühlt.

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  • 49 Minuten Hoffnung – dann ging der Faden verloren November 10, 2025

    Spielbericht: TB Beckhausen – DSC Wanne-Eickel Handball 31:25 (16:10)

    Es war alles angerichtet für einen spannenden Sonntagvormittag in Gelsenkirchen. Ein unangenehmer Gegner, eine frühe Anwurfzeit um 11 Uhr, ein heißer Kader und Zuschauerzahlen im zweistelligen Bereich: perfekte Voraussetzungen für ein kampfbetontes Spiel. Und das wurde es.

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  • Max Power 2.0 November 2, 2025

    Der DSC Wanne-Eickel Handball hat wieder einen Max Power – und was für einen! Maximilian Schilling knipste beim 41:27-Heimsieg gegen die HSG Hattingen-Sprockhövel unglaubliche 16 Tore und übertrifft damit offiziell DSC-Legende Max Dietrich.

    Dabei standen die Vorzeichen (mal wieder) alles andere als rosig. Vier Wochen lang hatte der DSC kaum trainiert. Verletzungen, Urlaube und Erkältungen hatten das Team ordentlich durcheinandergewirbelt. Und ausgerechnet jetzt ein Gegner nach Wanne, der zuletzt 9:1 Punkte geholt hatte. Klare Sache also – eigentlich. Doch genau solche Spiele liebt der DSC.


    Und das ganz ohne Training?

    Von Beginn an zeigte die Mannschaft von Peter Kasper, dass sie sich von Statistik und Trainingsrückstand nicht beeindrucken lässt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm der DSC Mitte der ersten Halbzeit das Kommando, angeführt von einem überragenden Schilling, der traf, wie andere atmen: regelmäßig, mühelos und scheinbar unvermeidlich. Mit 19:15 ging es in die Pause – und das war nur der Anfang.

    In der zweiten Hälfte zog der DSC das Tempo weiter an. Besonders in der Abwehr stand das Team stabil, und im Angriff ging der Ball flüssig durch die Reihen. Angetrieben vom blitzschnellen Pascal Röhrle und einem sicheren Eike Hippe baute der DSC den Vorsprung gnadenlos Tor um Tor aus. Am Ende stand ein klarer 41:27-Heimsieg, der nicht nur ein Ausrufezeichen darstellt, sondern auch wieder Lust auf mehr machte.

    Mit diesem Sieg unterstreicht der DSC eindrucksvoll, dass man sich auch ohne ideale Vorbereitung auf die eigene Spielintelligenz, Moral und mannschaftliche Geschlossenheit verlassen kann. Klar ist aber auch: In dieser Truppe steckt noch eine Menge ungenutztes Potenzial – und mit ein bisschen mehr Trainingszeit dürfte das auch in den kommenden Wochen wieder sichtbarer werden.

    Allzu viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt ohnehin nicht: Am kommenden Sonntag um 11:00 Uhr steht das nächste Spiel beim TB Beckhausen an – zu einer Uhrzeit, die der Mannschaft gut liegt. Ob die Halle in Gelsenkirchen dann schon wach ist, bleibt abzuwarten – der DSC jedenfalls will dort nahtlos an die Leistung anknüpfen, die dieses Wochenende gezeigt wurde.